Ausstellungsraum

Die Werkstätte für sakrales Gerät
Ulrich Dochtermann Augsburg
besteht seit 1869.
Inhaber ist Walter Dochtermann.









Wir gestalten und fertigen Objekte als Unikate,
basierend auf eigenen oder gegebenen Entwürfen.

Unsere Renovierungen und Restaurierungen
antiker Geräte erfahren überregionale Anerkennung.

Zu unseren zahlreichen Arbeiten zählen u.a.
Kelche, Kreuze, Bischofsstäbe und Monstranzen.


Geschichte

Im Jahre 1869 wurde an der Ecke der ehemaligen St. Leonhardskapelle in Augsburg von Gürtlermeister und Silberarbeiter Ulrich Dochtermann, dem Urgroßvater des heutigen Inhabers, eine Werkstätte für Gürtler- und Silberschmiedearbeiten gegründet.
Die Fertigung erstreckte sich damals außer Metallkunst schon speziell auf das kirchliche Gerät. Durch die Persönlichkeit des Meisters und durch sein Können erhielt das Geschäft rasch Ansehen bei Stadt und Kirche und über die Grenzen Augsburgs hinaus.

1904 übernahm nach dem Tode des Gründers der älteste Sohn, Ulrich Dochtermann, Gürtlermeister und Ziseleur, den Betrieb. Auf der Wanderschaft in Leipzig, Prag und Wien erwarb er sich sein Können.
1913, bedingt durch den Neubau des damaligen Restaurants "Leonhardskapelle" wurde die Werkstätte auf das eigene Anwesen Mauerberg 17 verlegt. In dieser Zeit konnte schon mit einem Stamm von 5 Gesellen und Lehrlingen fast ausschließlich für die Kirche gearbeitet werden. Die Stilistik war damals der späte Klassizismus und Jugendstil, den die Kirchenarchitektur bevorzugte. Durch die Arbeiten dieser Zeit, mit ihren reichhaltigen Ornamenten, war die Ziselierkunst hoch aktuell, wodurch aus dem Betrieb angesehene Meister dieses Faches hervorgingen, die sich auch selbstständig profilierten.

Im Jahre 1938 erhielt dann Sohn Ulrich Dochtermann, Gürtlermeister und Silberschmied, von seinem Vater die Betriebsführung in der 3. Generation übertragen. Die Arbeiten erstreckten sich weiterhin auf das sakrale Gerät, das nun in moderner Gestaltung gefertigt wurde. Die Betriebsanlagen fielen im Jahr 1944 einem Bombenschaden total zum Opfer. Nach Kriegsende musste die Familie ihre Existenz behelfsmäßig wieder aufbauen, bis im Jahre 1955 der Neubau am alten Platze gelang.
In modernen Werkstätten entsteht nun neuzeitliches Kirchengerät in Eigengestaltung und Zusammenarbeit mit Architekten. Großen Wert legt der Meister auf die Ausbildung von Nachwuchskräften, was ihm mit der Auszeichnung von 3 Bundessiegern belohnt wurde.

Im Jahre 1975 übernahm nun Walter Dochtermann, Gürtlermeister und Silberschmied, nach dem Tode seines Vaters die Leitung des Betriebs in der 4. Generation. Mit einem Stamm geschulter Mitarbeiter befaßt sich die Werkstätte neben der Neugestaltung von Kirchengerät mit der Restauration von altem Augsburger Gold- und Silbergerät, womit die Tradition der Vorfahren erfolgreich gepflegt wird.